Orchideen Hobbyzucht

Wer sich intensiver mit Orchideen auseinandersetzt, dem ist sicherlich bewusst, dass sich Orchideen auch für eine Zucht eignen, doch dies klingt im ersten Moment einfacher, als es ist. Für den Anfang eignet sich vor allem die Nachzucht von Freilandorchideen zu versuchen, denn durch die eigenständigen Prozesse der Natur ist dies mit wesentlich weniger Aufwand verbunden, als es beispielsweise bei Zimmerpflanzen der Fall ist.

Der wesentliche Vorteil bei Freilandorchideen ist, dass die Befruchtung durch die Natur stattfindet und der Mensch die Vermehrung nur durch geschickte Handhabung steuern muss. Befolgt man dabei die wenigen Regeln, kann man in wenigen Wochen mit den ersten Nachkömmlingen rechnen.

Anspruchsvolle Zimmerpflanzen
Die Nachzucht von Orchideen, die in der Wohnung aufgezogen werden ist die Nachzucht wesentlich schwieriger, da hier der Mensch die Befruchtung der Blüten übernehmen muss. Dies lässt sich jedoch mit speziellen Werkzeugen vergleichsweise einfach durchführen. Wesentlich wichtiger ist, dass bei der Befruchtung größter Sorgfalt angewendet wird, denn die Samen dürfen in keinem Fall mit Bakterien oder Pilzkulturen in Berührung kommen.

Ist dies nicht der Fall wird man bereits nach einigen Wochen die Erfolge seiner Zucht sehen und kann sich nun auch der Kreuzung verschiedener Arten widmen und eigene Kreationen schaffen. Sollte ein Samen allerdings durch Bakterien oder Pilzkulturen belastet sein, so wird die Zucht einen negativen Ausgang haben, da die Samen der Orchidee nicht gegen diese Kulturen ankommen kann.

Am einfachsten ist die vegetative Vermehrung
Wem die künstliche Befruchtung und die sterile Behandlung der Orchideen zu schwierig und zeitintensiv erscheint, für den ist die vegetative Vermehrung eine gute Alternative. Bei der vegetativen Vermehrung wird vor allem auf Seitentriebe zurückgegriffen, welche möglichst nahe des Stamms entfernt werden. Diese werden dann, ähnlich wie bei anderen Zimmerpflanzen, fürs erste in ein Glas mit Wasser gegeben. Nachdem der Trieb einige kleine Wurzeln gebildet hat, kann man ihn in einem nährstoffreichen Boden verpflanzen und erhält nach einer weiteren Wachstumsphase einen gut ausgebildeten Trieb, der in der Regel wie eine normale Pflanze wächst und alle Vorzüge einer Orchidee bietet.