Orchideen Schädlinge

Wie fast alle anderen Pflanzen auch, sind auch die Orchideen durch verschiedene Schädlinge gefährdet. Allerdings tritt ein Befall nur äußerst selten auf und kann durch einen fachgerechten Umgang vermieden werden. Sollte es bei einer Pflanze allerdings einmal zu einem Schädlingsbefall kommen, so sollten einige Hinweise beachtet werden.

Besonders wichtig ist, dass die betroffene Pflanze aus der Nähe der gesunden Pflanzen entfernt wird, da so eine Verbreitung der Schädlinge bestmöglich eingedämmt werden kann. Ist die betroffene Orchidee noch in einem annehmbaren Zustand, so ist es selbstverständlich möglich die Pflanze zu erhalten, bei einem starken Befall, der bereits die Blüten und Blätter zerstört hat, muss die Pflanze jedoch entsorgt werden.

Die verschiedenen Schädlinge
Am gefährlichsten für die Orchideen sind die bekannten Ohrwürmer, welche in der Natur zwar durchaus nützlich sind, innerhalb einer Orchideenkultur jedoch erhebliche Schäden anrichten können. Dies liegt vor allem daran, dass der Ohrwurm schnell große Mengen an Blättern und Blüten fressen kann und somit den Haushalt der Pflanze aus der Fassung bringen kann. Im schlimmsten Fall bleiben sogar Kotreste zurück, aus denen sich Milben bilden können, die der Pflanze weiteren Schaden zufügen können. Sollte ein Ohrwurm gefunden werden, so sollte er schnellstmöglich aus der Kultur entfernt werden. Als Hilfsmittel dazu kann beispielsweise eine Pinzette dienen.

Im Außenbereich sorgen vor allem Schnecken für eine Gefährdung der Orchideen, da diese durch den nährstoffreichen und substrathaltigen Boden angelockt werden und die Pflanze als Nahrungsmittel sehen. Da die Schnecken vor allem in der Nacht auftauchen ist eine Beschädigung nur sehr schwer zu erkennen und sollte durch einige Vorsichtsmaßnahmen bereits im Voraus ausgeschlossen werden.

Eine gute Möglichkeit dafür ist beispielsweise die Orchideen nur in einem erhöhten Beet anzupflanzen, welches für Schnecken nur schwer zugänglich ist. Für besondere Härtefälle ist die Anbringung eines kleinen Schneckendrahts oder die Verstreuung von Schneckengift ratsam. Welche Maßnahme dafür genutzt wird sollte jeder für sich persönlich entscheiden, da für die sensiblen Themen rund um den Tier- und Pflanzenschutz keine guten allgemeingültigen Aussagen getroffen werden können.

Weitere Schädlinge sind Motten, Blatt- und Schildläuse, welche die Pflanze auf unterschiedliche Art und Weise gefährden können. So sondern beispielsweise Motten Honigtau auf der Unterseite der Blätter ab, welche nur unter großem Aufwand entfernt werden können und in der Regel für die Bildung von Schimmelpilzen auf den Blättern verantwortlich sind. Schild- und Blattläuse schädigen vor allem die Oberfläche der Pflanze und bedienen sich an den Nährstoffen, wodurch die Pflanze in ihrem Wachstum gefährdet ist.

Diesen Schädlingen kann man leider nur sehr schwer entgegentreten, da es nur wenige geeignete Maßnahmen dagegen gibt. Am einfachsten ist der Einsatz eines wirkungsvollen Pestizids, wobei man allerdings darauf achten sollte, dass es sich bei dem gewählten Produkt um eines auf biologischer Basis handelt. Die biologischen Pestizide haben den Vorteil, dass sie vor allem der Pflanze weniger Schaden und das Wachstum nur gering beeinflussen. Bei chemischen Mitteln besteht oft das Risiko, dass neben den Schädlingen auch die Pflanze einen Schaden nimmt, der nicht selten zum Abwurf von Blättern und Blüten oder sogar zum kompletten Absterben der Pflanze führt.